Reisebranche steht vor totalem Umbau

Reisebranche

Von allen Industrien ist die touristische vielleicht die angenehmste – jetzt mal aus politischer Perspektive betrachtet. Schließlich hat man es mit Menschen zu tun, deren Lebensaufgabe darin besteht, es anderen Menschen „schön“ zu machen. Gepaart mit guten Umgangsformen – auf dem BTW-Gipfel wird auch dem politischen Gastredner dann noch höflich applaudiert im adretten dunklen Business-Outfit, wenn der Inhalt des Gesagten absoluter Schmarrn ist und deutlich macht, dass die Politik die Probleme der Branche auch nicht ansatzweise verstanden hat – und diversifizierten Meinungen der unterschiedlichen Interessen auf dem Markt, ergibt sich da im Politiker-Kopf schnell eine beruhigend grüne Hinweislampe: Keine Gefahr. Die sind nicht Kampagnen-fähig. Da gibt es keinen Druck, wie bei den robusten Trillerpfeifen-Gewerkschaften.

Dieses Manko hat die touristische Branche durchaus schon selbst erkannt. Das Problem, als – jetzt mal verkürzt gesagt – Urlaubsmacher so ernst genommen zu werden, wie es dem Industriezweig, der viel mehr Wertschöpfung verursacht, als zum Beispiel die heiligen Automobil-Bauer, doch eigentlich zusteht.

Der Deutsche Reiseverband kann da mehr als ein Lied davon singen.

In der Reisebranche ist es manchmal, wie beim Wasserball. Oben wird unschuldig gelächelt und das Wasser aufgeschäumt der Harmonie wegen, unter der Wasseroberfläche aber ist die Versuchung durchaus da, ganz unfein in die Weichteile des Gegners zu treten.

Nach der flammenden Auftakt-Rede zur DRV-Jahrenstagung von DRV Präsident Norbert Fiebig hatte ich die Gelegenheit, mich mit ihm zum Reiseradio-Gespräch zu treffen. Es wurde zur Quintessenz der Tagung.

 

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