Neu an Bord: Michael Soltys

Michael Soltys

„Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich mit den damals noch beige-grünen öffentlichen Bussen das griechische Festland rauf und runter gefahren bin. Wer heute daran gewöhnt ist, dass ihm sein Smartphone die Abfahrtszeiten und die Haltestationen nennt und womöglich den Komfort der Sitze bewertet, der kann sich nicht vorstellen, wie abenteuerlich es war, sich quer durch Athen zum Busterminal durchzufragen oder eine Nacht auf dem Omonia-Platz mitten im Trubel der Stadt schlafen zu müssen, weil kein Hotel zu finden war. Die Lust auf das Ungewöhnliche, auf den besonderen Blickwinkel auf fremde Länder, Kulturen, Menschen begleitet mich seitdem bei meinen Reisen und will mich nicht verlassen.

Als Redakteur einer Tageszeitung habe ich erst spät angefangen, auch darüber zu schreiben. Für den Reiseteil der Südwestpresse habe ich in den vergangenen Jahren eine Reihe von Berichten verfasst, die alle eines gemeinsam haben: Die Geschichten werden um die Menschen herum erzählt, denen ich auf der Reise begegnet bin. Frankreich und die USA haben sich dabei als Schwerpunkte herausgebildet, die USA eher zufällig, Frankreich aus tiefer Verbundenheit, beides aus Leidenschaft.

Eine Kamera war und ist immer dabei. Das gelungene fotografische Porträt eines Winzers in den Weinbergen des Burgund, eine Gletscherlandschaft in den Bergen Alaskas aus dem Kleinflugzeug heraus aufgenommen – sie wecken größere Reiselust als es mancher gut geschriebene Reisebericht vermag. Vor allem aber gilt: Neugierig bleiben.“

 

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