Neu an Bord: Anette Scharla-Dey

Ihr macht schon wieder Urlaub?

Diese Frage wird uns immer wieder gestellt, wenn wir unser Wohnmobil startklar machen, um anschließend für ein paar Tage oder Wochen auf Reisen zu gehen.

Lange Jahre war ich als selbstständige Kauffrau mit eigener Firma beruflich viel im Ausland unterwegs. Irgendwann wurden mir das ständige Kofferpacken, die Fliegerei und die Hotelaufenthalte lästig und im privaten Bereich verlebten wir unsere Urlaube vermehrt im Reisemobil. Wir genossen das ungezwungene Herumziehen im In- und Ausland und schon bald entstanden die ersten kleineren Reiseberichte für den familiären Hausgebrauch.

Mittlerweile sind beinahe 30 Jahre vergangen, vieles hat sich verändert, aber die Freude sowie der Spaß am Reisen mit dem Wohnmobil sind geblieben. Wenn wir wieder einmal zu einer unserer Touren aufbrechen, beantworten wir die oben gestellte Frage meist dennoch mit einem „Nein“.

Seit 12 Jahren fahren wir mit unserem fahrbaren Zuhause mitnichten nur in den Urlaub, sondern unsere speziell für Wohnmobilisten, heute muss das wohl Camper heißen, aufbereiteten und zu einem Reiseführer erweiterten Begegnungen und Erlebnisse erscheinen seitdem in gebundener Form im WOMO-Verlag. Während mein Mann für die Fotos verantwortlich zeichnet, sorge ich für die Texte und gemeinsam erstellen wir anschließend die Bücher vom Layout über das Lektorat bis zur Druckreife.

Auf diese Weise sind bis heute sechs Reiseführer über deutsche Regionen sowie die Normandie und die Bretagne erschienen. Ein siebtes Buch, das uns im Rahmen der WOMO-Reihe ins Tal der Loire als auch nach Paris führte, haben wir aufgrund der Corona-Pandemie vorerst auf Eis legen müssen und widmen uns bis auf Weiteres den deutschen Reisegebieten in Hessen, Sachsen, NRW sowie Rheinland-Pfalz.

Rückblickend betrachtet begannen sowohl das Recherchieren als auch das Schreiben für mich im scheinbar erfolgreichen Eigenversuch. Noch immer packt mich die Leidenschaft bei einem neuen Projekt und beim Schreiben erlebe ich unsere Reisen mindestens ein zweites Mal und damit weitaus intensiver wie beim anfangs erwähnten „einfachen Urlaub“.

Als Quereinsteigerin ohne journalistische Ausbildung freut es mich besonders, ein Teil der VDRJ zu sein und ich sehe einem Gedankenaustausch mit großer Neugier entgegen.

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