Ein (Film-)Jahr wie keins zuvor

Alles auf Abstand und Gruppenbild nur mit Maske: Die Filmpreisjury tagte „in echt“ – und teilte sich dafür ganz regelkonform zu fünft einen zweihundert Quadratmeter großen Raum. Denn es galt, rekordverdächtige 44 Filmeinreichungen auszuwerten. (Foto: Till Bartels)

Auch unsere Jury-Sitzung für den Columbus Filmpreis 2020 war natürlich geprägt vom großen Corona-Thema. Wollen wir es machen? Gibt es überhaupt genug Filme? Eine digitale Sitzung? Oder doch gemeinsam als Präsenzveranstaltung trotz Pandemie? – Einblicke in „Jury-Arbeit zu besonderen Zeiten“ vom verantwortlichen Preisgeschäftsführer Thomas Radler.

Nachdem wir alle Fragen in der Jury intensiv gemeinsam diskutiert hatten, entschieden wir uns, auch dieses Jahr – natürlich unter Einhaltung strenger Corona-Regeln – die Jurysitzung gemeinsam vor Ort durchzuführen. 

Nur wo? Üblicherweise treffen wir uns Anfang Januar im Lindner Hotel in Berlin. Das aber hatte geschlossen. Catherine Bouchon brachte als Ausweich-Location Hamburg ins Spiel. Hier verfügt das dortige Lindner Hotel am Michel über ausreichend große Konferenzräume, um alle Abstandsregeln einzuhalten. Schlussendlich tagten wir dann zu fünft in einem zweihundert Quadratmeter großen À-la-carte-Restaurant mit eingebauter Leinwand für unseren Beamer, perfekt.

Quantität trifft Qualität

Auch erfreulich die Anzahl der Einreichungen im Pandemie-Jahr: 44 Filme, noch einmal zwei mehr als im letzten Jahr, ein Rekordergebnis.

Und auch qualitativ war schnell klar: Das wird ein gutes Jahr. Der Kreativität der Filmemacherinnen und Filmemacher scheinen die derzeit oftmals sicher komplizierten Produktionsbedingungen in keiner Weise geschadet zu haben. Auffällig waren die vielen Einreichungen mit Zielen in Deutschland. Das korrespondierte mit dem Reiseverhalten der Deutschen im letzten Jahr, möglicherweise hatten die Redaktionen hier schon ein gutes Gespür was ihre Zuschauerinnen und Zuschauer besonders interessieren könnte. 

Und zum Abschluss doch noch einmal kurz zurück zum aktuell fast alles beherrschenden Corona-Thema. Die Preisverleihung auf der ITB muss dieses Jahr entfallen, wir werden unsere Preisträger mit einem Film im Internet präsentieren. Und auch Taruk-Reisen, dem Kooperationspartner des Columbus-Filmpreises, war es dieses Jahr nicht möglich, sich weiter finanziell zu engagieren. Wenn nächstes Jahr die Reisewelt hoffentlich wieder in Ordnung ist, will Taruk wieder mit an Bord kommen.

Die Filmpreisträger-Beiträge in der Übersicht

Die Filmpreis-Jury 2020

  • Thomas Radler (ThoRa Film), Geschäftsführer Columbus Filmpreis
  • Till Bartels (stern.de)
  • Catherine Bouchon (Lindner Hotels)
  • Thorsten Pengel (Film-Editor und Kameramann)
  • Jens Stubenrauch (rbb)
Wir danken den Sponsoren der Columbus Filmpreise 2020
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