Condor – schöner fliegen kostet mehr

Wer in diesen Wochen die schönen Bildstrecken durchblätterte, wie es damals so anfing mit der Ferienfliegerei im Zeichen der Condor, der spürt als Vielflieger bei manchen Bildern Wehmut. Kleine Sesselchen in der Kabine, Service wie im Restaurant, der überall gefühlte rote Teppich für die Passagiere. Fliegen in den Urlaub, das war damals schon was mit Protzwert. In den 60er Jahren war ich total neidisch auf den Nachbarsjungen, weil der mit seiner Familie – sie hatten einen Schnapsladen und waren Krösus in der Strasse – zum Sandburgen-Bauen nach Malle flog. Ich dagegen zum Onkel nach Bremerhaven. Heute ist es fast umgekehrt. Ok, nicht Bremerhaven, aber deutsche Küste, ist hip. Und wer nach Malle fliegt, denkt sich, gut, sind ja nur zwei Stunden, das stehe ich schon durch, eingezwängt und nahezu Service-frei. Nun muss man ehrlicherweise zugeben, dass das Ticket heute auch nur einen Bruchteil von damals kostet. Aber die Erinnerung an schöne Zeiten lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Ralf Teckentrup, der Airline Chef, darf sich solche Sentimentalitäten nicht leisten. Er muss schauen, dass die Condor auch im Jahr 61 ihres Bestehens ohne Verlust abhebt. Wie er das erreichen will, erzählt er uns im Reiseradio-Gespräch.

Das Interview mit Ralf Teckentrup können Sie hier hören

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*