Rückblick auf die Jahreshauptversammlung 2018 in Dresden

Gruppenfoto vor der Frauenkirche; Foto: Achim Sperber
Gruppenfoto vor der Frauenkirche; Foto: Achim Sperber

Strahlend blauer Himmel und spätsommerliche Temperaturen: So empfing Dresden die Teilnehmer der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Ein Unterschied zur letztjährigen Versammlung in Papenburg, bei der einige Mitglieder auf der Anreise sprichwörtlich „vom Winde verweht“ wurden. In diesem Jahr schafften es – bis auf wenige Ausnahmen – alle pünktlich zum Beginn des offiziellen Tagungsprogramms.

Der „offizielle Teil“

Der Freitag war geprägt von den getrennten Sitzung des Journalisten- und PR-Kreises und der anschließenden Hauptversammlung: Auf die Berichte der Vorstandsmitglieder, Columbus-Chefredakteure (Print und Online) sowie der Preis-Geschäftsführer folgte der Kassenbericht und die Entlastung des Vorstandes. Die turnusmäßigen Wahlen wurden flott und ohne große Verzögerungen durchgeführt, so dass innerhalb weniger Stunden der neue Vorstand nebst Beisitzern im erweiterten Vorstand und ein komplett neu gewählter Ethikausschuss feststand. Der Aufnahmeausschuss wurde in seiner Zusammensetzung wieder im Amt bestätigt.

Der neue Vorstand besteht aus

Beisitzer im erweiterten Vorstand sind

Der neue erweiterte Vorstand; Foto: Achim Sperber

Der Ethik-Ausschuss setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Der Aufnahme-Ausschuss setzt seiner Arbeit in dieser Besetzung fort:

Weiterhin einigten sich die Mitglieder auf die Stärkung des Datenschutzes innerhalb der VDRJ durch die Benennung eines Datenschutzkoordinators. Diese Aufgabe übernimmt Ingo Busch, da er als zertifizierte Fachkraft in diesem Bereich tätig ist.

Die Wahl des Tagungsortes für das kommende Jahr fiel auf Bonn. Da die Stadt und die Region 2020 das Beethovenjahr begehen, ist es für die VDRJ-Mitglieder die Gelegenheit sich vor Ort zu informieren, wie der 250. Geburtstag des Komponisten in seiner Geburtsstadt gefeiert werden soll. Da Bonn aber nicht nur Beethoven ist, werden auch die anderen Facetten der Metropole und ehemaligen Bundeshauptstadt bestimmt nicht zu kurz kommen.

Traditionell ist die Jahreshauptversammlung auch der Ort, bei dem über den nächsten Preisträger des Columbus Ehrenpreises diskutiert und abgestimmt wird. Unter den Vorschlägen der Mitglieder für den Preisträger 2019 fiel die Wahl auf Karl B. Bock, den geschäftsführenden Gesellschafter von Runa Reisen. Die Idee, auch körperlich beeinträchtigten Menschen ein „normales“ Reisen zu ermöglichen, überzeugte und so wird die VDRJ im kommenden Jahr den Columbus Ehrenpreis an Karl B. Bock verleihen und er kann sich in die Liste der bisherigen Preisträger einreihen. Ein Portrait über diesen besonderen Reiseveranstalter und ein Interview mit Karl B. Bock ist bereits im letzten November im Deutschen Reiseradio veröffentlicht worden.

Workshop

Obwohl die Datenschutzgrundverordnung nun seit fünf Monaten seine Wirkung entfaltet hat, informierte Ingo Busch über Fallstricke bei der Umsetzung und beantwortete die Fragen der Mitglieder zur täglichen Datenschutz-Praxis im Reisejournalismus. Er informierte insbesondere über die Herausforderungen der Reise-Fotografie und wie das „Recht am eigenen Bild“ mit der DSGVO in Einklang gebracht werden kann.

Im zweiten Teil des Workshops, den Marina Noble moderierte – wurde intensiv über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Werbekennzeichnung diskutiert. In letzter Zeit gab es  Gerichtsentsscheidungen zur Werbekennzeichnung durch „Influencer“, die derzeit Journalisten und journalistische Blogger vorerst nicht betreffen. Die unabhängige Berichterstattung im Reise-Journalismus könnte jedoch in Zukunft stark beeinträchtigt sein, wenn die in den einschlägigen Urteilen vertretende Rechtsauffassung auch auf den „klassischen“ Journalismus übertragen würde.

Durch existenzbedrohende Honorare sind insbesondere freie Journalisten auf die von der Tourismusindustrie veranstalteten Medienreisen angewiesen. Die VDRJ sieht diese deshalb als notwendige Rechercheunterstützung und warnt davor, sie als Bezahlung durch die Reiseindustrie einzuordnen.

„Wir sehen Recherchereisen als notwendiges Mittel unserer Arbeit“, betonte Rüdiger Edelmann, 1. Vorsitzender und Sprecher der VDRJ: „Eine klare Trennung von journalistischer Arbeit und bezahlter Werbung ist sinnvoll. Wir warnen aber davor, die notwendige Teilnahme an Recherchereisen als Bezahlung einzuordnen. Gleichwohl setzt sich die VDRJ für eine klare Kennzeichnung von Rechercheunterstützung in allen Medien ein.“

Eine Kennzeichnungsverpflichtung als „Werbung“ sei hier aber fehl am Platz, so der VDRJ-Vorsitzende: „Das fälschlicherweise propagierte Dilemma haben Verleger und Verantwortliche in den Radio- und Fernsehsendern zu verantworten, nicht die Journalisten.“

Impressionen

 

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