Kreierte „Kino im Kopf“: Brigitte Kramer unterwegs „Im Tal der magischen Felsbilder“ (BR2)

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Das Coa-Tal in Nordportugal ist in Fachkreisen bekannt für seine Felszeichnungen. Prähistorisch, entstanden zu einer Zeit als der Homo Sapiens gerade Europa erreichte, merkt Autorin Brigitte Kramer an.

Was soll daran faszinierend sein, auch, wenn die Zeichnungen seit 1998 Weltkulturerbe der UNESCO sind? Es ist die Inszenierung, in die uns die Autorin mitnimmt.

Mitten in der Nacht, bei Taschenlampenlicht beginnt das „paläolithische Open-Air-Kino“. Dieses Kino entfacht die Autorin mit ihrer Sprache. Es geht auf eine Tour, die durch die Formulierungen lebendig wird. Das fesselt auch Nicht-Archäologen. Man sitzt mitten drin und staunt, macht sich vielleicht ein etwas anderes Bild, als das, was sich auch im dazugehörigen Museum bequem entdecken ließe; wenn man mal dort hinführe. Preisträgerin Kramer ist hingefahren, präsentiert die prähistorischen Wimmelbilder akustisch und macht neugierig auf etwas, das man sich ohne diesen Beitrag vermutlich nie anschauen würde.

Durch passgenaue Sprache Bilder entstehen zu lassen, das ist die hohe Kunst dieses Beitrags. Dass die Autorin auch verrät, wie und wo man diese Bilder selbst erkunden kann, hilft bei der Entdeckung.

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