Ausgezeichnet für seinen Sound-Teppich: Jörg Wunram war „Dem Tiger auf der Spur“ (NDR info)

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Ein Streifzug durch Indien, dorthin wo der Pfeffer wächst und der Tiger zu Hause ist. Was wie ein Safariabenteuer klingt, ist die Reise ins „Periyar Wildlife Sanctuary“ in Kerala. Es ist die Begegnung mit Menschen, die eine Gefängnisstrafe wegen Wilderei verbüßten und dann als Wildhüter eine neue Existenz gründen konnten. Es ist die Begegnung mit einem Tiger-Guide, der den Mund etwas voll nimmt und einem Gewürzhändler, der den Naturpark als Warenquelle nutzt.

Dieses indische Mosaik wird zum Kunstwerk durch die aufwendige Mischung, einen durchlaufenden Sound-Teppich aus Geräuschen, Original-Tönen und Musik der indischen Dynastie der Shankars. Das ist mehr als nette Illustration. Der Sound macht aus dem alltäglichem Indien eine faszinierend exotische Welt. Er zieht sich über 30 Minuten: Im Vordergrund, im Hintergrund, immer an der richtigen Stelle. Er zieht magisch in die Geschichte, setzt perfekt Akzente, begleitet die Suche nach dem einen von 50 Tigern, die im Naturpark leben sollen.

So wie der Autor am Ende feststellen muss, dass er keinen Tiger gesehen hat und es nicht schlimm findet, so möchte man das kompakte Hörabenteuer nicht missen, des grandiosen Sound-Teppichs wegen.

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