Ein Satellit für den Flughafen München

Lilo Solcher

Es ist eine gigantische Baustelle. Nahe dem Terminal 2 am Flughafen München entsteht derzeit ein stangenförmiger Satellit, der das 2003 fertiggestellte Terminal entlasten soll. Die Fassade steht schon, innen wird noch eifrig gewerkelt. Elf Millionen Fluggäste sollen künftig im Jahr hier abgefertigt werden können. Die drei Passagierebenen des Satelliten erheben sich über der schon bestehenden Gepäcksortierhalle auf dem Vorfeld östlich von Terminal 2. Insgesamt 52 Gates und 27 Flugabstellpositionen sind vorgesehen. Angebunden wird der Satellit über ein unterirdisches, voll automatisiertes „Personentransportsystem“: drei fahrerlose Züge mit jeweils vier Waggons verkehren mit einer Geschwindigkeit von rund 25 Stundenkilometern zwischen Terminal 2 und Satellit. Die gewonnene Bremsenergie wird in das Stomnetz des Flughafens rückgespeist. Auch sonst wird auf Energieeffizienz geachtet.

CO2 Emissionen bis zu 40 Prozent niedriger

Die CO2 Emissionen sollen bis zu 40 Prozent niedriger sein als in den bestehenden Terminals. Die Münchner Firma Dobler Metallbau hat dafür klimaeffiziente Glasfassaden konzipiert, bei der Beleuchtung werden LED-Technik und Dimmung eingesetzt. Den Passagieren soll es in dem neuen Gebäude an nichts fehlen. Rund um den Tower ist ein großer Marktplatz geplant, es wird Läden und Restaurants geben, einen Relax-Bereich, Raucher-Lounges und natürlich auch Steckdosen zum Aufladen von Laptop und Smartphone. Richtig luxuriös wird’s in der neuen First-Class-Lounge auf der obersten Ebene. Hier finden die First-Class-Passagiere und HON-Circle-Member nicht nur mehrere Schlaf- und Arbeitsräume und einen Barbereich vor, sondern auch exklusive Bäder, eine separate Cigar Loungeund ein Gourmetrestaurant.

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