Christoph Karrasch: In 10 Tagen um die Welt

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Einer der ersten Reisefilme, die ich für die ARD drehte, war in den 80ern ein einigermaßen verwegenes Projekt: ich sollte eine Reisegruppe des Veranstalters Gastager (der übrigens mittlerweile seit 60 Jahren am Markt ist) begleiten: in acht Tagen einmal um die Welt. Filmisch war es ein voller Erfolg, ökologisch sicher fragwürdig, körperlich anstrengend trotz eines vergleichbaren Luxus’ bei Flug und Unterkunft – und für das Reisen im Kopf ein ziemliches Desaster. Erst am Schneidetisch fing ich langsam an zu begreifen, dass die Reiseroute wie eine Fototapete an mir vorbeiflog und der Erkenntnis-Fortschritt allenfalls an den immer müder wirkenden Gesichtern der Protagonisten abzulesen war.

Christoph_Karrasch_10_Tage_um_die_Welt_Lesung_BerlinGut, damals waren wir filmisch mit großem Equipment unterwegs. Da hatte es mein Kollege Christoph Karrasch dank der technischen Miniaturisierung leichter. Aber auch sein Trip in 10 Tagen um die Welt hatte es in sich: Fremdbestimmt von seinen Followern in der Route und mit den Aufgaben, die er zu bewältigen hatte, ging auch dieses Experiment hart an die psychische und körperliche Belastungsgrenze. Und trotzdem könnte sie ein Hinweis sein dafür, wie auch der Reisejournalismus sich immer weiter evolutioniert. Und darüber unterhalte ich mich jetzt mit Christoph Karrasch.

Hier geht es zum Beitrag des Reiseradios

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