Neu an Bord: Christiane Neubauer

Christiane Neubauer
Christiane Neubauer

Als Jugendliche wollte ich Tierfilmerin werden. Der Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau und Heinz Sielmann waren meine Vorbilder. Dass ich dann nach dem Ende meines Studiums doch nicht versucht habe, in deren Fußstapfen zu treten, hatte vor allem private Gründe: Die Filmerei im Ausland hätte bedeutet, dass ich oft monatelang von meinen Kindern getrennt gewesen wäre. Und das kam für mich nicht in Frage.

Aber immerhin: Als Reisejournalistin bin ich an meinem ursprünglichen Traumberuf recht nah dran – auch wenn Tiere selten im Mittelpunkt meiner Geschichten stehen. Vielmehr ist es die Neugier auf die Menschen, die ich unterwegs treffe, die mich heute antreibt. Es macht mir Spaß, neue Destinationen durch deren Augen kennen zu lernen, mir erzählen zu lassen, was sie bewegt und was ihnen wichtig ist. Am Reisen beflügelt mich, dass man jeden Tag Neues erfahren kann. Ich liebe es, diese Eindrücke und Informationen zu bündeln und in meinen Storys so aufzubereiten, dass die Leser sich „mitgenommen“ fühlen und nach der Lektüre hoffentlich neugierig sind auf mehr!

Das Handwerkszeug dazu habe ich mir in einem Volontariat bei einer Lokalzeitung gleich nach dem Abi angeeignet. Für den Feinschliff sorgten Kolleginnen und Kollegen bei der Münchner Abendzeitung und dem Magazin der Süddeutschen Zeitung, wo ich während und nach meinem Studium als feste freie Redakteurin gearbeitet habe. Geprägt haben mich aber auch meine „schottischen Jahre“. Von 1999 bis 2003 lebte ich in Edinburgh. Seit dieser Zeit fühle ich mich diesem unvergleichlich schönen Land und seinen liebenswerten Bewohnern sehr verbunden – eine Zuneigung, die sich im Laufe der Jahre zu einer ausgeprägten Anglophilie entwickelte.

Zum Reisejournalismus bin ich übrigens eher zufällig gekommen, als Redakteurin im Newsroom der Stuttgarter Nachrichten/Sonntag Aktuell. Bei den Reisemädels, so nannte man in der Redaktion die vier Kolleginnen in der Reiseredaktion, wurde 2013 eine Stelle frei. Ein Jahr später wurde unser Reiseteil mit einem „Columbus-Preis“ der VDRJ (2. Platz, Regionale Zeitungen) ausgezeichnet. Wer die Branche kennt, weiß, dass das im Reisejournalismus in etwa gleichbedeutend ist mit einer Silbermedaille im Sport. Deshalb bin ich sehr stolz auf diesen Preis.

Wegen eines Umzugs nach NRW musste ich meinen Platz im Team der Reisemädels leider aufgeben. Ich lerne seither den Reisejournalismus als freie Autorin kennen, ein Perspektivwechsel, der – wie alles – seine Vor- und seine Nachteile hat. Das Gefühl ein lonesome wolf, also eine Einzelkämpferin zu sein, gefällt mir an der Freiberuflichkeit am wenigsten. Deshalb erhoffe ich mir von meiner Mitgliedschaft beim VDRJ vor allem viele nette Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen. Kurzum: Ich freue mich, Euch alle kennen zu lernen!

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