
„Talk Story“ bringt es für mich auf den Punkt: Die Pidgin-Bezeichnung, die in Hawai‘i verwendet wird, bedeutet, sich Zeit zu nehmen, zuzuhören und durch den Austausch von Erlebnissen Verbindungen zu schaffen. Das umfasst alle Bereiche meiner Arbeit: vom Gespräch mit dem Kunden über die Themenfindung mit den Medien bis hin zum Bild, das für die Leser mit Worten gezeichnet wird.
Ich höre und lese jeden Tag Geschichten, ich erzähle und schreibe sie auch gerne, am meisten Freude habe ich aber daran, sie zu finden. Nicht nur in Hawai‘i, das – genau wie New York – einen besonderen Platz in meinem Herzen hat, sondern überall auf der Welt. Dass die Stories zumeist etwas mit Reisen und Menschen zu tun haben, ist wohl eine familiäre Prägung. Ebenso die Tatsache, dass ich sie auch gerne mit Bildern, also Fotos, zum Leben erwecke. Mal geht es um eine kleine Anekdote, mal ist die Geschichte ganz groß. Dabei machen Details, so nerdig und nischig sie auch erscheinen mögen, für mich den Unterschied.
Während meines Studiums wusste ich nicht, dass es den Job Tourismus-PR-Managerin gibt. Als er mir durch einen Zufall vorgeschlagen und als „irgendetwas mit Kommunikation und Reisen“ beschrieben wurde, war ich sofort überzeugt. Das ist zwei Dekaden her. Von Anfang an hatte ich das Glück, für die schönsten internationalen Destinationen mit den spannendsten Menschen, sowohl auf Kunden- als auch auf Journalistenseite, arbeiten zu dürfen. Deshalb habe ich den Titel Tourismus-PR-Managerin seither auch nur einmal für 18 Monate abgelegt. In der Zeit bin ich zwar dem Tourismus treugeblieben, hatte aber bei New World Travel in New York eine andere Aufgabe. Andere Titel und Branchen haben nach meiner Zeit in New York, genauso wie verschiedene Arbeitsmodelle und Auftraggeber sowie unterschiedliche touristische Anbieter eine Rolle gespielt, doch seitdem ist die Verbindung aus Kommunikation und Tourismus mein täglich Brot. Genau das richtige Thema gemeinsam mit den Medienschaffenden herauszuarbeiten, kann dabei alles sein: ein minutenschnelles Kinderspiel oder ein herausfordernder Prozess, der durchaus Jahre dauert. Beides gefällt mir.
Was ich noch mag: Postämter auf der ganzen Welt (ich suche sie auf, weil ich außerdem old school bin und Postkarten), Buchläden, Bibliotheken und Papeterien (vor allem deren Stiftauswahl), Sonnenaufgänge, die Farbe Grün, Haribo, Musik, Fotografie, Architektur und Interiordesign und ja, ich gebe es zu: Starbucks. Zum Kaffee habe ich keine qualifizierte Meinung, es ist vielmehr die Nostalgie, die mich in die Coffee Shops bringt. Und mein persönlicher Grande-Cappuccino-Index, der mir ziemlich zuverlässig sagt, wie teuer oder günstig die Destination ist.
In diesem Sinne – let’s have a coffee (natürlich auch in jedem anderen Café oder beim Telefonieren) and talk story!
Kontakt: Sabrina Hasenbein, sabrina@sabrinahasenbein.de