Columbus Reiseteil-Preis 2010
Gedanken der Jury zu den Trends im Reiseteil 2010
Die Columbus Reiseteil-Awards auf der ITB - hier der Film über die Preisträger
Gold - Bester Reiseteil national

DIE ZEIT
Das opulente Leseangebot, die originelle Umsetzung außergewöhnlicher Themen, Stories mit meist hochaktuellen Aufhängern als auch das dynamische, großzügige Layout gaben den Ausschlag für den ersten Platz. Zum zweiten Mal in Folge. Aus dem großen Format macht die Redaktion etwas tatsächlich Großes, darin war sich die Jury einig. Wohl auch, weil viel Konzeption im Reiseteil steckt. Den möchte man sich näher anschauen, sich von experimentell geschnittenen Bildern erst zum Träumen, dann zum Lesen verleiten lassen. Das Hineingleiten in die Top-Texte macht die ZEIT dem Leser leicht. Das dynamische Layout wird ergänzt durch eine gelungene Leseführung. Die wiederum wird gestützt durch intelligente, manchmal witzige Überschriften und eine sehr lesbare Typografie.
Finalist "Trendsetter" national

FAZ
Die Eigenständigkeit des Profils, die herausragenden Texte von unaufdringlicher Aktualität, originelle Themen wie z. B. die „fußballfreie Zone“ zur WM, vor allem aber die immer wieder unterschiedliche Gestaltung der manchmal ganz abgedrehten Ideen gewidmeten letzten Seite („Da ist die FAZ Trendsetter schlechthin“), außergewöhnliche Illustrationen, stimmige Bildstrecken sowie die gute Typografie – trotz des sonst als klassisch-normal bewerteten Layouts – sind charakteristisch für das Blatt. Hervorragend gemacht, lesefreundlich, kreativ und durch die sorgfältig redigierte „kleine Form“ informativ (die Buchbesprechungen sind einsame Klasse) bietet die FAZ eine elegante Mischung aus Feuilleton und Nutzwert. Und auch wer Service sucht, kommt auf seine Kosten. Ein echt zukunftsfähiger Reiseteil.
Finalist "Trendsetter" national

Süddeutsche Zeitung
Fast tagesaktuelle Geschichten mit engem Länderbezug, wie sie eigentlich auch die Seite 3 der Süddeutschen schmücken könnten, außergewöhnliche Texte, eine sorgfältig gewählte Bilderwelt und gute Karten zur sofortigen Verortung sind neben dem köstlichen Traumwert beim Lesen das große Plus dieses Reiseteils. Was die Aktualität der Stories betrifft, hätte die SZ eigentlich den ersten Platz des Wettbewerbs verdient. Der Leser darf sich über außergewöhnliche Texte von wirklich guten Autoren freuen. Das Layout ist großzügig, die bewährte Typografie unterstützt die leichte Lesbarkeit. Als stimmig wurden die passgenauen Bilder gewertet, zwar klassisch im Schnitt, aber oft originell vom Motiv. Zum insgesamt sehr guten Eindruck tragen ebenso die hoch akzeptablen Infografiken bei.
Finalist "Trendsetter" national

FAS
Sie hat Mut. Einerseits bei der Themenauswahl, dass sie auch kritische, gesellschaftspolitische Geschichten groß rausbringt („Das Hausverbot – Müssen Hotels Rechtsextreme aufnehmen?“), andererseits bei der Gestaltung, wenn sie mal eine ganze Seite 1 in Schwarz-Weiß präsentiert. Diese Traute kam bei der Jury sehr positiv an. Die guten Geschichten werden ebenso gut, wenn auch klassisch, aber relativ großzügig präsentiert. Der sehr eigenständige Charakter des Blattes unterstützt den Wiedererkennungswert für den Leser, die Typografie ist gut und ausgeglichen, die Bildwelten sind hervorragend und passgenau, die Motive originell, der Bildschnitt zwischen klassisch und experimentell, manchmal spielerisch. Verstörend wirkten auf die Jury die „ältlichen“ Spaltenlinien.
Finalist "Trendsetter" national

WamS
Ein „einladender Reiseteil mit stimmungsvollen Bildern und viel Platz für Text“. Sehr positiv: der hohe eigenständige Charakter und der schnelle Wiedererkennungswert – wesentliche Elemente einer guten Corporate Identity. Ein wenig mehr weiße Fläche täte dem Layout gut, es ist zwar übersichtlich, wirkt aber manchmal gequetscht. Da wäre mehr Luft wirklich mehr. Ansonsten macht die Typografie das Schmökern komfortabel. Die großzügige Bilderwelt lässt gute Stimmung aufkommen, wozu die Passgenauigkeit der originellen Motive beiträgt. Mehr Schneid beim Schnitt möchte man der Redaktion allerdings wünschen; der ist ziemlich klassisch. Gestalterisch am besten gelungen ist immer die letzte Seite, sie signalisiert Kreativität – auch für’s Budget, denn mit geringen Mitteln wird hier enorme Wirkung erzielt.
Finalist "Trendsetter" Regional

Augsburger Allgemeine
Manchmal einen ganzen Reiseteil einem einzigen Servicethema zu widmen („Mein Strand“, „Sind wir bald da?“ – zum Beginn der großen Ferienzeit) erfordert Mut und ein gutes Konzept. Die hervorragende Umsetzung dessen hat die Jury als sehr zukunftsfähig gelobt. Allerdings vermisste sie beim Vorjahressieger unter den regionalen Reiseteilen eine Weiterentwicklung. Das Blatt bietet einen sorgfältig durchgeplanten und originell durchgestylten Reiseteil, mit vielen Details und ordentlichem Service, in ihrem bewährten, für eine Regionalzeitung modernen, manchmal gewagten Layout. Die großen Geschichten sind immer mit Aktualität verknüpft, lassen sich schnell verorten und werden durch ausführliche Infokästen unterstützt. Sehr leserfreundlich: Es gibt jede Menge kleine Meldungen, die meisten selbst recherchiert.
Finalist "Trendsetter" regional

Berliner Morgenpost
Die explizite Identifizierbarkeit, das großzügige Layout sowie die hohe Konsequenz durch viele Ausgaben hindurch verhelfen dem Reiseteil zu einer ordentlichen Corporate Identity. Dieser eigenständige Charakter befördert den positiven ersten Eindruck, wenn man das Blatt aufschlägt: alles übersichtlich, stimmungsvolle Bilder, lesefreundlich, sauber, geradezu klassisch umbrochen. Aber eben auch nicht ungewöhnlich. Die Morgenpost bietet eine vielfältige Themenmischung. Die großen Geschichten lassen meist den aktuellen Bezug vermissen, dafür gibt es jede Menge kleine „ReiseNews“ und feste Rubriken („Ärger der Woche“, Reiserecht“). Zukunftsfähig: die Aufmacher- und die letzte Seite, denn hier wird der Weißraum gut genutzt, großdimensionierte, stimmige Bilder, sauber umbrochene Infoteile.
Finalist "Trendsetter" Regional

Frankfurter Rundschau
„Auf dem Kompaktformat machen die Dinge, die man sich bei manchen großen Blättern wünschen würde“ – da war die Jury einer Meinung. Lesefreundliche Übersichtlichkeit durch viel Weißraum, das eigenständige, zielstrebig durchgehaltene, großzügige, wenn auch statische Layout, verbunden mit einer konsequenten Farbgestaltung, die gestalterisch herausragende Doppelseite im Mittelfeld, regelmäßig wiederkehrende Rubriken („Leser fragen“, „Typisch...“, „Wie war’s?“) und die gut durchdachte letzte Seite („Gib mir fünf“) sowie die gelungene Typografie führen zu einem uneingeschränkt positiven Eindruck. Diese beispielhafte Zukunftsfähigkeit hätte dem Blatt die höchste Auszeichnung bescheren können, wäre da nicht die Werbung. Im Innenteil macht sie die guten Layout-Ansätze oft zunichte.
Finalist "Trendsetter" Regional

Hamburger Abendblatt
Neben der handwerklich soliden Arbeit hat vor allem die gute Lesbarkeit durch das fortschrittliche, für eine lokale Zeitung moderne Layout mit viel Weißraum, breiten Stegen und großen Lettern überzeugt. Dass das Blatt letztlich doch nicht als „Bestes der Regionalen“ – so ein Juror – auf das oberste Treppchen kam, hat ein anderer Juror benannt: Im Norden nichts Neues. Es ist eher konservativ gestaltet, was für den Leser kein Nachteil ist, für die Trendsucher schon. Obwohl auch die den ersten Eindruck als positiv bewerteten. Dazu trugen der hohe Wiedererkennungswert, das großzügige Layout, die komfortabel zu lesende Typografie, die in der Komposition stimmigen, passgenauen Bilder, professionelle Infografiken und Infokästen sowie die leichte geografische Verortung der Geschichten bei.
Finalist "Trendsetter" Regional

Münchener Merkur / tz
Was die Tagesaktualität der Geschichten betrifft und die damit verbundene konzeptionelle Arbeit der Redaktion, die vielen selbst recherchierten und selbst geschriebenen Stories, die breite Vielfalt an Ausdrucksformen, den enormen Nutzwert für den Leser und die durch all dieses zusammengenommen erreichte große Eigenständigkeit, hätte dieses Blatt den Thron unter den Regionalen verdient. Den Zugang dazu versperrten letztlich Layout-Mängel. Kaum ein Reiseteil liefert ein derart großes Angebot an hochaktuellen Themen, vielfältigen Infos, Tipps und Ratschlägen, denen sich meist Interviews und Experten-Tipps beigesellen. Auch die journalistisch-handwerkliche Qualität und die saubere Trennung von Redaktion und Anzeigen bringen diesen Reiseteil im Ranking ordentlich nach oben.
